Energieausweis

Was ist eigentlich ein Energieausweis?

Der Energieausweis ist ein Pass, der Auskunft über die energetische Effizienz eines Gebäudes gibt. Mit Hilfe des Energiepasses kann die Energieeffizienz von Gebäuden verglichen werden. Wie bei den Energieeffizienzklassen von Haushaltsgeräten werden Gebäude anhand ihrer energetischen Qualität gruppiert. Unter energetischer versteht man die Tauglichkeit von Gebäuden Wärmeverluste und dadurch Energiekosten zu reduzieren. Dieser ist seit einiger Zeit sogar Pflicht bei Vermietung, Kauf, Verpachtung / Leasing, Modernisierung und Neubau.

Welchen Energieausweis benötige ich?

Bei Neubauten und Wohngebäuden mit weniger als 5 Wohneinheiten und einem Baujahr vor 1978 ist ein bedarfsorientierter Energieausweis vorgeschrieben.

Bei Gebäuden mit mehr als 5 Wohneinheiten und/oder einem Baujahr von 1978 und/oder jünger besteht die Wahlfreiheit zwischen dem verbrauchsorientierten und bedarfsorientierten Energieausweis.

Bedarfsausweis
Energiebedarf als Grundlage

Beim bedarfsorientierten Energieausweis wird die energetische Qualität der Gebäudehülle zzgl. der Heizungs- und Warmwasserbereitung berechnet. Das Nutzerverhalten bleibt dadurch weitgehend unberücksichtigt. Zur Berechnung des Energiebedarfs werden alle relevanten Faktoren, wie zum Beispiel die Größe des Gebäudes, Dämmzustand, Qualität der Heizungsanlage oder die Umwandlungsverluste des eingesetzten Energieträgers, mit einbezogen. Da die Datenaufnahme sehr aufwändig sein kann, ist dieser Ausweis tendenziell teurer in der Erstellung als ein Verbrauchsausweis. Grundsätzlich empfiehlt es sich noch den Energieverbrauch mit einzubeziehen, sprich in dem Bedarfsausweis noch den tatsächlichen Verbrauch mit auszuweisen.

Verbrauchsausweis
Energieverbrauch als Grundlage

Der verbrauchsorientierte Energieausweis wird ausschließlich auf Grundlage bekannter Verbrauchsdaten erstellt. Diese Verbrauchsdaten ergeben sich durch Heizkostenabrechnungen oder Abrechnungen der Energielieferanten. Der Energieausweis wird auf Basis des Energieverbrauchs der mindestens letzten drei Jahre für das gesamte Gebäude erstellt, für Nichtwohngebäude gilt zusätzlich die verbrauchte Strommenge. Hierbei müssen die Verbrauchsdaten Klima bereinigt sein. Anhand von Referenzwerten aus statistischen Erhebungen werden die Verbrauchsdaten eingeordnet und verglichen. Hat gegenüber dem Bedarfsausweis den großen Nachteil, dass nicht auf die energetischen Qualität des Gebäudes eingegangen wird.